Burger ohne Brot

Vor einigen Jahren waren wir für einige Tage zu Gast in unserer Hauptstadt. Berlin ist eine wirklich tolle und vielfältige Stadt. Bei unserem Besuch haben wir uns aus Zeitgründen auf die reinen Sehenswürdigkeiten konzentriert. Beim nächsten Besuch werden wir ein wenig über den Tellerrand blicken.

Wir haben es uns absolut gut gehen lassen und verschiedene Lokale und Restaurants besucht. Witzig daran ist, dass die einfache „Klasse“ uns stets am besten gefallen hat!Und genau dort haben wir eines unserer heutigen Lieblingsgerichte gefunden.

In einem größeren Burger Restaurant haben wir auf der Speisekarte „Burger ohne Brot“ entdeckt und ausprobiert. Wir fanden die Idee super! In unserer schnelllebigen Gesellschaft essen wir wöchentlich einfach viel zu viele Backwaren. Auch wenn wir sehr gerne Brote, Brötchen oder dergleichen essen, kommt jedes Gericht mit verminderter Getreidemenge doch wie gelegen

Wir haben die Idee mit nach Hause genommen und unsere eigenen veganen Pattys aus Kidneybohnen und Pilzen kreiert. Das Originalrezept beinhaltete Pattys aus Sojabohnen. Diese mögen wir aus verschiedenen Gründen nicht sehr gerne in unserem Alltag einbauen oder anders ausgedrückt, wenn dann nur in Maßen.

Unser Rezept der veganen Burger habe ich heute fleißig notiert und aufgeschrieben. Gar nicht so einfach. Ich koche ja eher frei Schnauze und messe bzw. wiege äußerst selten etwas ab. Ich experimentiere eben einfach sehr gerne und verändere hier und dort etwas. Heute musste ich daher zunächst fleißig wiegen, messen und notieren

Übrigens befindet sich in meiner Küche ein Thermomix, wodurch das Rezept auch für einen solchen feinen Helfer geschrieben ist.

Sobald ich mal die Zeit finde, werde ich unsere veganen Burger ohne Thermomix herstellen. Der gute alte Stabmixer wird sich bestimmt über seinen Einsatz freuen!

Das Rezept ergibt ungefähr zehn mittlere Burgers. Wir essen davon zwei Tage und stellen den halben Teig in den Kühlschrank. Das funktioniert sehr gut.

Für die veganen Burger benötigt ihr:

1 dicke Zwiebel

3 EL Olivenöl

1 große Knoblauchzehe

2 EL frische Petersilie

 

1 Dose Kidneybohnen (abgegossen)

180 g braune Pilze

50 g Dinkelflocken oder Haferflocken

1 EL Tomatenmark

1 TL Cayennepfeffer

2 TL Kräutersalz

1 TL Paprikapulver scharf

Eine Prise Rauchzahl

150 g Dinkelmehl Typ 630

Etwas Öl zum einpinseln

 

Für den Hefeschmelz braucht ihr (als Käseersatz):

2 EL Margarine

2 EL Dinkelmehl Typ 630

300 ml Wasser

3 EL Hefeflocken

1 TL Senf

1 TL Salz

 

Zum Belegen eignen sich sehr gut:

Ketchup, Gurken und Tomaten nach Belieben

Schritt 1: Zwiebel, Olivenöl, Knoblauch und Petersilie 5 Sekunden / Stufe 5 zerkleinern; Mit dem Spatel nach unterschieben und 3 Min / Varoma / Stufe 1 / ohne Messbecher dünsten

Schritt 2: Alle restlichen Zutaten dazugeben und 30 Sek / Stufe 6 mixen.

Der Burgerteig sollte eine klebrige Masse, wie auf dem Foto, sein. Ist der Teig augenscheinlich zu dünn, fügt einfach noch etwas Mehl hinzu und mixt ihn nochmals kurz durch.

Schritt 3: Ist die richtige Konsistenz erreicht, werden mit einem Löffel Teigkleckse auf ein Backblech gegeben. Den Teig mit etwas Öl einpinseln und zeitgleich die Kleckse zu Pattys formen.

Schritt 4: Nun kommen die Pattys das erste Mal in den Ofen und zwar für 8 Minuten bei 180°C (Umluft).

Schritt 5: Während die Burger im Ofen garen kann der Hefeschmelz hergestellt werden. Margarine in einem Topf erhitzen; Dinkelmehl mit einem Schneebesen einrühren und das Wasser hinzufügen. Hefeflocken, Senf und Salz hinzufügen und unter stetigem Rühren kurz aufkochen. Ihr solltet nun einen dickflüssigen Hefeschmelz vor euch haben!

Schritt 6: Nach 8 Minuten Backzeit müssen die Burger einmal gewendet und mit Hefeschmelz eingestrichen werden.

Die Burger erneut für 8 Minuten bei 180°C in den Backofen schieben.

Schritt 7: Nach dem Backen die Burger mit Ketchup, Tomate und Gurken garnieren.

Wir servieren zu den Pattys gerne Kartoffelpüree und gemischten Salat. Gerne aber auch Tomaten-, Gurken- oder Bohnensalat.

Am nächsten Tag gibt es entweder ein zweites Mal das obige Gericht oder ab und an auch mal Burger mit Brot. Die Regel ist jedoch, dass ich die Beilagen abwandle und die obigen Pattys dazu serviere.

P.S. Lässt man die veganen Burger ein wenig länger im Ofen werden sie bissfester. Wir mögen sie lieber etwas weicher in der Konsistenz, da wir das knusprige hier nicht sehr mögen. Da sollte jeder für sich die passende Backzeit zum eigenen Geschmack ermitteln. Ich habe auch erst eine Weile experimentiert bis ich unsere gewünschte Konsistenz erreicht hatte.

Guten Appetit!

So und nachdem wir nun lecker zu Abendbrot gegessen haben, werden wir es uns mit Büchern auf der Couch gemütlich machen! Weshalb wir bereits unseren Kleinkindern vorlesen sollten, erfahrt ihr hier in meinem Beitrag.

Und eine Empfehlung für Berlin habe ich auch noch – Und zwar wer gerne Pizza mag und diese nicht aus Weizen, sondern Dinkel oder Buchweizen möchte wird hier bei Simela fündig! Am besten ist es vorher einen Tisch zu reservieren, denn es war sehr voll!

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